Angekündigte Debatte am 25. Januar

Hier ein Hinweis für alle, sie kommenden Mittwoch (25.01.17) zur Debatte da sein werden. Wir werden eine Debatte zu einem zuvor angekündigtem Thema (s.unten) führen. Bereitet euch sowohl auf Regierungs-, als auch auf die Oppositionsseite vor. Lernt keine Texte oder Argumentation auswendig! Ihr solltet nur alle bereits eine Grundlage für die Debatte haben, um euch in der Vorbereitungszeit stärker auf Mechanismen und schlüssige Argumentationen konzentrieren zu können. Die Infotexte sollte jeder von euch lesen, ob ihr euch darüber hinaus informieren wollt, ist euch selbst überlassen.

Das Thema für die Debatte am Mittwoch lautet:

Wir sind eine neu gewählte, selbstlose Order-Hardliner-Regierung in El Salvador. Sollen wir einen “War on Drugs” nach philippinischem Vorbild beginnen?

Infotext 1: El Salvador ist ein Staat mit 7 Mio. Einwohnern in Zentralamerika. Es grenzt im Nordwesten an Guatemala, im Norden und Osten an Honduras und im Osten und im Süden an den Pazifik. Wirtschaftlich hat El Salvador vor allem Exporte im Bereich Kaffee, Zucker, Shrimps, Gold und Chemikalien. Hauptimporteur sind die USA, aus denen El Salvador ebenfalls viele Güter importiert. Viele Menschen arbeiten dort auch und senden das Geld zurück an ihre Familien. In El Salvador gibt es derzeit wenige Investitionen und Unterbeschäftigung, weswegen zahlreiche Menschen ihre einzige Einkunftsquelle im Drogenhandel sehen. El Salvador hat die weltweit höchste Rate an gewaltsamen Tötungen, was insbesondere an Banden-und Drogenkriminalität liegt. Aufgrund von Vermutungen, dass die Banden von Al-Qaida-Terroristen infiltriert werden könnten, gewährten die USA 2013 42 Mio. US-Dollar sowie Berater für die Polizei, um die Bandenkriminalität einzudämmen. Pro Tag sterben in El Salvador heute durchschnittlich 16 Menschen an Gewaltverbrechen. Im Vergleich zu 2014 verdoppelte sich die Rate damit.

Infotext 2: Nach den Präsidentschaftswahlen der Philippinen 2016 werden diese seit dem 30. Juni von Präsident Rodrigo Roa Duterte regiert. Seine Wahlkampfkampagne stützte sich auf die Versprechen, einerseits mehr Förderalismus einzuführen, andererseits zehntausende Kriminelle hinzurichten und organisiertes Verbrechen in den Philippinen innerhalb von sechs Monaten auszulöschen. Unmittelbar nach der Ernennung zum Präsidenten rief er zur Ermordung sämtlicher der Bevölkerung bekannten Kriminellen, insbesondere von Drogendealern, aber auch sämtlicher Drogenkonsumenten auf. Ausgangssperren wurden verhängt und die Polizei angewiesen, bei Kontakt mit direkt Kriminellen tödlich zu schießen. Neben den offiziellen Maßnahmen richten sogenannte „Todesschwadrone“ aus Duterte-Anhängern viele Kriminelle extralegal hin. Menschenrechtsorganisationen und die UN sind entsetzt, es gibt jedoch keinerlei Anzeichen, dass Duterte sich in irgendeiner Form davon beeindrucken ließe. Die Philippinen haben etwa 100 Mio. Einwohner. Seit dem 01. Juli wurden 35607 Drogenkriminelle verhaftet, 784224 Personen zeigten sich selbst an und 4882 Personen starben im im Kontext des War on Drugs. Das organisierte Verbrechen in den Philippinen ist mittlerweile praktisch ausgelöscht. 91% der Bevölkerung gaben an, Duterte als Präsident zu vertrauen.

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